Staatssekretär Thomas Bareiß über
die enormen Chancen synthetischer
Kraft- und Brennstoffe
Klimaschutz mit Augenmaß?

EU-Klimakommissar Cañete und
seine Pläne für die Energiewende

Praktischer Klimaschutz

Clevere Unternehmen recyceln
Kohlendioxid

E-Fuels sind unverzichtbar

Gelbwesten
in Gallien

„Gelbwesten“– ein Begriff, der im Deutschen bisher unbekannt war. Doch seit Oktober letzten Jahres kennt ihn jeder, der die Nachrichten aus unserem französischen Nachbarland verfolgt. Lauthals demonstrieren und protestieren in Paris und anderen Großstädten Galliens Bürger in gelben Warnwesten vor allem und zuvorderst gegen Macrons Pläne, die Energiewende über eine höhere Besteuerung fossiler Kraftstoffe zu finanzieren. Macron hat reagiert und die geplanten Steuererhöhungen erst einmal ausgesetzt. Und Deutschland? Auch hier drohen angesichts der Energiewende steigende Energiepreise. Mehr noch: Werden die Klimaschutzpläne der Bundesregierung und der Europäischen Union umgesetzt, stehen ganze Wirtschaftszweige auf dem Spiel: Eine von Deutschlands Schlüsselindustrien – die Automobilbauer samt Zulieferern – träfe es dabei durch eine vollständige Umstellung des Kraftverkehrs auf Elektromobilität besonders hart. Das über Jahrzehnte angesammelte Ingenieurswissen wäre wertlos, Hunderttausende Arbeitsplätze wären bedroht. Kein Wunder, dass sich nun auch hierzulande erste Proteste regen und Gelbwesten auf die Straßen gehen, zum Beispiel in Stuttgart, Deutschlands Automobilhauptstadt. Das Signal an die Politik: Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft sollen die Anliegen der Bürger ernst genommen werden, ihr Lebensalltag soll nicht teurer und komplizierter werden. Zum Beispiel auch, indem einfache Lösungen gefunden werden, mit denen sich Fahrzeuge und technische Geräte – Stichwort Heizung – in gewohnter Weise weiterverwenden lassen. Aber gibt es denn eine Lösung jenseits der vollständigen Elektrifizierung? Ich meine, ja – mit E-Fuels: Die klima-neutralen flüssigen Kraft- und Brennstoffe sind leicht in der Handhabung und so praktisch in der Anwendung wie fossile Flüssigenergieträger, überdies versorgungssicher und dabei mittelfristig bezahlbar. So blieben nicht nur eine von Deutschlands Schlüsselindustrien und damit Hunderttausende von Arbeitsplätzen erhalten, sondern es entstünden auch zusätzliche Jobs. Die Politik darf also gern auf die Gelbwesten-Proteste in Deutschland reagieren – mit der Markteinführung von E-Fuels. 
Udo Weber,
Vorstandsvorsitzender von
UNITI Bundesverband
mittelständischer Mineralöl-
unternehmen e.V.
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„Auf dem Weg in
eine klimaneutrale Zukunft soll
der Lebensalltag der Bürger nicht
teurer und komplizierter
werden.“
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