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CO₂-Treiber
Mit Effektivität die Richtung korrigieren
Die gute Nachricht: Hinsichtlich der Reduktion anthropogener THG-Emissionen hat sich laut Internationaler Energieagentur in den letzten 45 Jahren in einigen Ländern so einiges getan. Vor allem in den europäischen Industriestaaten Frankreich, Großbritannien und Deutschland sanken die Emissionen zum Teil merklich. Und gerade hier stehen mit den aktuellen nationalen und europäischen Klimazielen weitere THG-Reduktionspfade auf der politischen und gesellschaftlichen Agenda.
Weniger erfreulich: Diese positiven Entwicklungen wurden durch ansteigende THG-Emissionen in anderen Weltregionen stark überlagert. Neben den USA fallen insbesondere China, Indien und Russland ins Gewicht. Das hat nachvollziehbare Gründe: allen voran die Entwicklung von Wohlstand im eigenen Land durch industriellen Wirtschaftsaufschwung.
Zwischenergebnis dieser Entwicklung:  Die Klimaschutz-Gesamtbilanz ist in 2018 negativ.  Die Schlussfolgerung kann daher nur lauten, neben nationalen Bemühungen vor allem klimafreundliche Lösungskonzepte anzugehen, die möglichst schnell global roll-out-fähig sind. Mit Sicherheit dürfte dazu die Erschließung der weltweiten heute noch ungenutzten, aber enormen Potenziale an erneuerbaren Energien und deren Nutz­­bar­machung für alle gehören.
Der Nebeneffekt: Nachhaltige Wertschöpfung kommt in großem Umfang in Regionen, die über enorme Solar-, Windkraft- und Flächenpo­ten­ziale verfügen – das wäre ganz im Sinne des Pariser Klimaabkommens.