Rennsport
Klimaschutz
Audi: Schluss mit Formel E
Grüne Allianz: Deutschland und Australien steigen in die Produktion von grünem Wasserstoff ein und starten die neue Partnerschaft mit dem Projekt „HySupply“ („Hy“ steht für Hydrogen, Wasserstoff; „Supply“ steht für liefern). Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt, das von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) koordiniert wird. Ziel ist es, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die eine langfristige Wasserstoffpartnerschaft begünstigen – von der Herstellung mithilfe regenerativer Energien über den Transport bis zum Einsatz von grünem Wasserstoff in der Industrie und bei der Verarbeitung zu synthetischen Kraftstoffen. Australien eignet sich hervorragend als Produktionsland von grünem Wasserstoff: Weite Teile des Landes sind von Wüsten bedeckt, in denen es endlos viel Sonne gibt. „Shipping the Sunshine“, heißt es in Australien, der Sonnenschein wird nach Deutschland verschifft. Das deutsch-australische Projekt trage dazu bei, „dass wir künftig klimaneutralen Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen importieren können“, sagt Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer.
Klare Ansage: Mabanaft möchte eines der ersten Unternehmen in Deutschland und Europa sein, das Kunden mit CO₂-neutralen E-Fuels über sein umfangreiches Netzwerk von Tankstellen und Großhandelsstandorten versorgt“, sagt Jonathan Perkins, CEO von Mabanaft, einem Energieunternehmen der Marquard & Bahls AG. Mabanaft will jährlich bis zu 500 Millionen Liter klimaneutral erzeugten synthetischen Kraftstoff kaufen und in Deutschland und Europa vertreiben. Hergestellt wird er in PtX-Anlagen im windreichen Chile. Projektpartner HIF (Highly Innovative Fuels) wird im kommenden Jahr mit dem Bau der ersten Anlagen im kommerziellen Maßstab beginnen. Dann soll aus grünem Strom auf Basis von Windenergie grüner Wasserstoff erzeugt werden, aus dem mithilfe von CO₂ dann Methanol hergestellt wird. Das Methanol wird anschließend in klimaneutralen Kraftstoff umgewandelt.
Bereit für den
deutschen Markt
Partnerschaft
Nach insgesamt sieben Jahren zieht der bayerische Autobauer Audi den vollelektrischen Stecker – und wird die Rennserie Formel E Ende 2021 verlassen. Eine vordergründig überraschende Entscheidung – denn noch vor vier Jahren holte Audi-Pilot Lucas di Grassi den Formel-E-Weltmeistertitel.
Eine Erklärung für das Aus der Ingolstädter in der Elektro-Rennserie könnte allerdings eine Wortmeldung von VW-Boss Herbert Diess auf der Business-Plattform LinkedIn liefern: „Eine Formel 1 mit synthetischen Kraftstoffen ist spannender, macht mehr Spaß, ist eine bessere Motorsport-Erfahrung und bringt mehr technischen Wettbewerb mit sich als eine Formel E, die ein paar Runden in Innenstädten im Gaming-Modus fährt.“ Übrigens: Auch BMW verlässt die Elektroserie. Grund für die Entscheidung sollen die eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten bei der Fahrzeug- und Motorentechnik sein. 
Der Rote Stern von „Horus“
Im antiken Ägypten war Horus ein von den Menschen geschätzter Gott, der vor allem für Erleuchtung in dunklen Zeiten sorgte. Diese Eigenschaft spielte wohl auch eine Rolle dafür, dass Autoerfinder Daimler und der größte chinesische Auto- und Motorradhersteller Geely ihr Gemeinschaftsprojekt unter dem Codenamen Horus starten: Ab 2024 wollen die Partner in Europa und China laut „Handelsblatt“ jährlich Hunderttausende hocheffiziente Verbrennungsmotoren der nächsten Generation bauen. Ein Projekt mit Strahlkraft – und offensichtlich ein Indiz für den Richtungswechsel im Reich der Mitte – weg von der subventionierten E-Mobilität hin zum Einsatz effizienter Verbrennungsmotoren, die von klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen angetrieben werden. Als sich Geely-Gründer Li Shufu Anfang 2018 fast 10 Prozent der Anteile an Daimler sicherte, waren die Vorbehalte in Stuttgart groß. Mittlerweile wird er aber von Daimler-Chef Ola Källenius in den höchsten Tönen gelobt: „Das ist ein neuer und sehr guter Partner.“ Und: „Da sehe ich Potenzial für mehr.“
Shipping the Sunshine:
Grüner Wasserstoff
vom 5. Kontinent