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renommierte Professoren,
die an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz forschen und lehren und sich in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik (WKM) organisiert haben, weisen in ihrem aktuellen, dritten Positionspapier auf die „dringende Notwendigkeit der Technologieoffenheit bei der Antriebstechnik“ hin: „Elektrische Energie, Wasserstoff oder CO₂-neutrale synthetische Kraftstoffe werden abhängig vom Anwendungsfall unterschiedliche Mobilitäts- und Transportanforderungen CO₂-neutral optimal erfüllen können.“
Die Professoren mahnen: „Sämtliche Wege der Defossilisierung werden in Zukunft sektorübergreifend genutzt werden müssen, um in der Energiewende erfolgreich zu sein.“
Die Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge werde frühestens 2035 einen entscheidenden Anteil an der Reduzierung der CO₂-Emissionen haben. Um schnellere Erfolge erzielen zu können, sollten fossilen Kraftstoffen so große Mengen an klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen beigemischt werden, dass die CO₂-Emissionen bis 2030 um mindestens 25 Prozent sinken.
Für die Hochschullehrer, die an den namhaftesten Technischen Unis und Hochschulen im deutschsprachigen Raum den Ingenieur-Nachwuchs ausbilden, ist klar: „Der Verbrennungsmotor ist ein effizienter, kostenseitig attraktiver und bewährter Energiewandler mit deutlichem Weiterentwicklungspotenzial, der in einem nachhaltigen Energiesystem durch
CO₂-neutrale Kraftstoffe neben seiner Funktionalität auch großes Potenzial für einen schnell umsetzbaren, niedrigen CO₂-Fußabdruck aufweist.“
Zu den Unterzeichnern des Positionspapiers gehören unter anderem Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie, Professor Peter Fischer von der TU Graz und Professor Konstantinos Boulouchos von der ETH Zürich.