2.000.000
Liter Wasser

. . .  sind nötig, um eine Tonne Lithium zu fördern.
Wie Elektromobilität die Wasserknappheit verschärft

„E-Fuels sichern klimaneutrale Mobilität“

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer über
die Bedeutung synthetischer
Kraft- und Brennstoffe


Praxisnahe Forschung
So funktioniert CO2-Speicherung
unter dem Meer

Alter Wein
in neuen
Schläuchen?

Hitzig ging es in diesem Sommer zu, aber nicht nur, weil die Temperaturen stiegen. Ein Thema ließ kaum jemanden kalt: die CO2-Steuer – weil sie jeden trifft. Wenn sie denn kommt. In den Tagen, da ich diese Zeilen schreibe, will die Regierung ihr Komplettmaßnahmenpaket für das
Klima vorstellen. Wird darin eine CO2-Steuer enthalten sein? Und wenn ja, wird sie vernünftig ausgestaltet werden?
Für mich als Mittelständler ist klar: Eine CO2-Steuer darf nicht „on top“ auf die jetzige Energiesteuer gesetzt werden, denn damit könnte sich keine wirkliche Lenkungswirkung entfalten und es würden lediglich zusätzliche Einnahmen für den Staat generiert. Das hatten wir schon einmal vor vielen Jahren mit der Ökosteuer – Stichwort: Alter Wein in neuen Schläuchen.
Was wir brauchen, ist eine grundsätzliche Reform unseres Energiesteuersystems – weg von Mengenbetrachtungen, hin zur Emissionsverursachung. Und dabei müssen wirklich alle Energieformen anhand ihrer Klimaauswirkungen in den Blick genommen werden – von der Erzeugung an. Das Stichwort lautet hier: ganzheitliche Betrachtung. Und die gilt für Verbrennungsmotoren genauso wie für Elektrofahrzeuge, denn auch Strom hat eine Quelle.
Wichtig bei all diesen Überlegungen: der Markt, auf dem sich der Preis bildet. Ein echter Markt entsteht aber nur über Technologieoffenheit, für die sich die Politik starkmachen muss. Ebenso unentbehrlich sind Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Nur wenn diese drei Aspekte im Auge behalten werden, fühlen sich die Verbraucher ernst und mitgenommen. Und darauf kommt es an.
Übrigens sind Steuern nur eine Möglichkeit der Lenkung. Auch der Emissionshandel schafft Anreize, in neue Technologien zu investieren oder bestehende zu optimieren. Der Staat legt dabei eine sich stetig verringernde CO2-Menge fest, die ausgestoßen werden darf und die über Zertifikate frei gehandelt wird. Dabei regelt die Nachfrage, wie hoch der Preis für Zertifikate sein wird. Das kann ebenso effizient sein wie eine Umweltabgabe.
Was auch immer in Berlin jetzt entschieden wird: Oberste Priorität muss sein, den Wettbewerb zu fördern. Denn nur so bilden sich diejenigen Wege, die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit garantieren. Einer dieser Wege: klimaneutrale synthetische Kraft- und Brennstoffe, sogenannte E-Fuels, für die sich der Mineralölmittelstand starkmacht. Und dieser neue Stoff darf dann gern in alten Schläuchen fließen. 
Udo Weber,
Vorstandsvorsitzender von
UNITI Bundesverband
mittelständischer Mineralöl-
unternehmen e.V.
„Was wir brauchen, ist eine grundsätzliche
Reform unseres Energiesteuersystems –
weg von Mengenbetrachtungen, hin zu
Emissionsverursachung. Und dabei müssen wirklich alle Energieformen anhand ihrer
Klimaauswirkungen in den Blick genommen werden – von der
Erzeugung an.“
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