60 Sekunden über ...
… Urlaub mit dem Elektromobil
Wenn die Spontaneität auf der Strecke bleibt
Die Urlaubsfahrt via Batterieantrieb erfordert eine vorausschauende Planung. Neben der Reichweite des Elektromobils müssen Urlauber auch das verfügbare Ladesäulennetz im Auge haben. So gibt es aktuell laut Onlineportal chargemap.com in den Niederlanden 19.183 Ladestationen, in Frankreich 19.027, in Deutschland 18.778, in Italien 5.084, in Österreich 4.678 und in der Schweiz 4.366.
Schwieriger wird es allerdings in Spanien (2.011), Portugal (890), Ungarn (809), Polen (479), Griechenland (172), Bulgarien (135), in der Türkei (150) und in Serbien (32). Dort sind außerhalb großer Städte wenige oder gar keine Ladesäulen für E-Mobile verfügbar. An einer Schnellladestation dauert es 30 bis 40 Minuten, bis die Batterien wieder voll sind.
Auf dem Weg in die Ferien könnte der Tankstopp also mit einer Pause kombiniert werden – vorausgesetzt, ein Restaurant oder Gasthof oder eine Toilette befinden sich neben der Säule. Die größte Angst des elektromobilen Urlaubers dürfte aber sein, dass sich der Akku unterwegs entleert und nicht mehr aufgefüllt werden kann. Etwa bei einem Stau. Oder bei Umleitungen.
In einem solchen Fall helfen in Deutschland die Gelben Engel vom ADAC weiter. Sie schleppen bis zur nächsten Ladesäule. Automobilclubs außerhalb Deutschlands wären in einem solchen Fall länger im Einsatz: Etwa bei der Tour von Narbonne nach Santa Susanna in Richtung Barcelona. Hier liegen zwischen den Ladesäulen fast 200 Kilometer.