60 Sekunden über ...
elektrischen Gütertransport
Super-Lkw-Stau an der Grenze
Endloses Warten, genervte Lkw-Fahrer: Infolge der Corona-Krise wurde Mitte März der Gütertransport an der deutsch-polnischen Grenze massiv eingeschränkt. Allein auf der A 4 standen fast 3.500 Lkw in einem 60 Kilometer langen Super-Stau.
Zum Glück wurden die Brummis von bewährten Verbrennungsmotoren angetrieben. Bei allem Ärger war so wenigstens die Versorgungssicherheit mit Diesel garantiert. Mit einem Elektro-Truck wäre es auf der Autobahn längst nicht so gemütlich gewesen.
Wären alle Lkw mit Batterieantrieb gefahren, hätte es gewaltige Probleme bei der Suche nach Ladestationen gegeben. Oder Lkw mit leerer Batterie hätten den Abschleppdienst rufen müssen. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 78 kWh Strom auf 60 Kilometern je E-Lkw wären im Corona-Stau insgesamt etwa 270.000 kWh Strom für die Strecke vom sächsischen Burkau bis ins polnische Zgorzelec nötig gewesen.
Das entspricht etwa dem Jahresvolumen von 18 Gleichstrom-Schnellladestationen und neun Wechselstromladestationen. Bei dieser Strommenge wären die Stromnetze rund um Bautzen und Görlitz wohl zusammengebrochen.