Klimakiller

Streaming

Klick mit großer Wirkung? Lieblingsserien, Sportevents oder Bands auf HD streamen, Likes setzen, Daten in der Cloud abspeichern oder Fotos auf einem Social-Media-Kanal hochladen – all das benötigt Energie und verursacht damit auch Kohlendioxidemissionen. Dieser Thematik widmete sich eine im Juli 2019 veröffentlichte Studie des französischen Thinktanks The Shift Project. Demnach verursachten die digitalen Internetausflüge weltweit so viele Treibhausgasemissionen, dass diese sogar über denen des zivilen Luftverkehrs liegen. In einer anderen Untersuchung kommt die britische Klimainformationsseite Carbon Brief unter Auswertung von Daten der Internationalen Energieagentur IEA zum Ergebnis: Das Streaming von Videos erzeuge weit geringere Kohlendioxidemissionen und sei sogar eine relativ emissionsarme Freizeitaktivität, auch weil Datenzentren, Netzwerke und Geräte deutliche Verbesserungen in der Energieeffizienz erzielt hätten. Mit zunehmender Digitalisierung bleibt dieses Thema im Blick. Unabhängig davon wäre Sport an der frischen Luft eine gute Freizeitalternative zum Video-Streaming, denn hier kommt lediglich die körpereigene „Bioenergie“ zum Einsatz.