Verunsicherung ist ein sehr schlechter Ratgeber ...

TEXT Wolfgang Kempkens
„Die Ölheizung hat ausgedient“ – erklärten
jüngst die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg. Im Streit über einen besseren Klimaschutz warnt die CDU
den grünen Koalitionspartner davor,
Ölheizungen zu verteufeln.

m Koalitionsvertrag, der zwischen den Grünen und der CDU in Baden-Württemberg 2016 geschlossen worden ist, waren sich die Partner noch einig: „Bei der Energiewende streben wir an, Strom, Wärme und Mobilität mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien zu einem sinnvollen Ganzen zu verbinden.“

Damit ist es vorbei. Der Umweltexperte der Grünen-Landtagsfraktion, Jürgen Walter, sagte kürzlich der Stuttgarter Zeitung: „Die Ölheizung hat ausgedient.“
„Nach Fahrverboten jetzt auch noch ein Ölheizungsverbot zu fordern, zeigt, dass die Grünen aus den Diskussionen der vergangenen Wochen nichts gelernt haben“, kontert der Chef des Arbeitskreises Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Landtagsfraktion, Paul Nemeth. Walter kümmert das nicht. Auch der Einbau eines modernen Brennwertkessels sei „keine Investition in die Zukunft“ und bringe den Klimaschutz nicht voran.


Nemeth widerspricht. Tatsächlich sinke der Heizölverbrauch durch eine solche Investition um bis zu 30 Prozent. Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), sekundiert: „Auch Gas- und Öl-Brennwertheizungen haben durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Brennstoffe eine klimaneutrale Perspektive.“
Der Klimaschutz im Gebäudebereich werde nur dann erfolgreich sein, wenn die Menschen, die ihn umsetzen und bezahlen sollen, mitgenommen werden,
so Funke. Dass er flüssige Energieträger verteidigt, lässt sich objektiv sehr gut begründen:
Sie sind hocheffizient verwendbar, preiswert mit hoher Kostentransparenz für Verbraucher, kompakt vor Ort speicherbar, verlässlich in der technischen Anwendung, perspektivisch erneuerbar und flächendeckend lieferbar durch regional ansässige mittelständische Lieferanten mit flexibler, bedarfsgerechter Versorgungsstruktur.


vor allem auch im ländlichen Raum, und genießen eine außerordentlich große Zustimmung bei den Verbrauchern“, weiß Dirk Arne Kuhrt, Geschäftsführer bei UNITI. Der UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen legte bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg allen Kandidaten der im Landesparlament vertretenen Parteien gut ein Dutzend Fragen vor: 71 Prozent der Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen lehnten ein Verbot fossiler Energieträger im Wärmemarkt ab, 86 Prozent sahen Beratung und Verbraucherinformation als sinnvolle Maßnahme. Einer steuerlichen Förderung stimmten 76 Prozent der Landtagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zu.
Kuhrt konstatiert: „Warum man die Bürger unnötigerweise mit Statements wie ‚Die Ölheizung hat ausgedient‘ verunsichern will, ohne akzeptable Alternativen vorzuschlagen, bleibt ein Geheimnis. Dem Klima dient das jedenfalls nicht.“ 
Dem Vertrauen auch nicht.   

Im Koalitionsvertrag, der zwischen den Grünen und der CDU in Baden-Württemberg 2016 geschlossen worden ist, waren sich die Partner noch einig: „Bei der Energiewende streben wir an, Strom, Wärme und Mobilität mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien zu einem sinnvollen Ganzen zu verbinden.“

Damit ist es vorbei. Der Umweltexperte der Grünen-Landtagsfraktion, Jürgen Walter, sagte kürzlich der Stuttgarter Zeitung: „Die Ölheizung hat ausgedient.“ „Nach Fahrverboten jetzt auch noch ein Ölheizungsverbot zu fordern, zeigt, dass die Grünen aus den Diskussionen der vergangenen Wochen nichts gelernt haben“, kontert der Chef des Arbeitskreises Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Landtagsfraktion, Paul Nemeth. Walter kümmert das nicht. Auch der Einbau eines modernen Brennwertkessels sei „keine Investition in die Zukunft“ und bringe den Klimaschutz nicht voran. Nemeth widerspricht. Tatsächlich sinke der Heizölverbrauch durch eine solche Investition um bis zu 30 Prozent. Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), sekundiert: „Auch Gas- und Öl-Brennwertheizungen haben durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Brennstoffe eine klimaneutrale Perspektive.“ Der Klimaschutz im Gebäudebereich werde nur dann erfolgreich sein, wenn die Menschen, die ihn umsetzen und bezahlen sollen, mitgenommen werden, so Funke. Dass er flüssige Energieträger verteidigt, lässt sich objektiv sehr gut begründen: Sie sind hocheffizient verwendbar, preiswert mit hoher Kostentransparenz fürVerbraucher, kompakt vor Ort speicherbar, verlässlich in der technischenAnwendung, perspektivisch erneuerbar und flächendeckend lieferbar durch regional ansässige mittelständische Lieferanten mit flexibler, bedarfsgerechter Versorgungsstruktur.„Genau aus all diesen Gründen haben flüssige Energieträger als typische nicht leitungsgebundene Energieart eine hohe Verbreitung im Wärmemarkt, vor allem auch im ländlichen Raum, und genießen eine außerordentlich große Zustimmung bei den Verbrauchern“, weiß Dirk Arne Kuhrt, Geschäftsführer bei UNITI. Der UNITI Bundesverbandmittelständischer Mineralölunternehmen legte bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg allen Kandidaten der im Landesparlament vertretenen Parteien gut ein Dutzend Fragen vor: 71 Prozent der Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen lehnten ein Verbot fossiler Energieträger im Wärmemarkt ab, 86 Prozent sahen Beratung und Verbraucherinformation als sinnvolle Maßnahme. Einer steuerlichen Förderung stimmten 76 Prozent der Landtagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zu. Kuhrt konstatiert: „Warum man die Bürger unnötigerweise mit Statements wie ‚Die Ölheizung hat ausgedient‘ verunsichern will, ohne akzeptable Alternativen vorzuschlagen, bleibt ein Geheimnis. Dem Klima dient das jedenfalls nicht.“Dem Vertrauen auch nicht.